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Das Silvesterchlausen

Ein Tagesablauf
Schon in den ersten Morgenstunden des Silvestertages sind viele der Urnäscher Chlausschuppel unterwegs zum Frühchlausen. Bei einem Freund oder Mitglied der Gruppe wird «gchlauset» und «zauret», allerdings noch ohne Maske und Kopfputz. Erst in der Morgendämmerung geht dann das eigentliche Silvesterchlausen an.
Gruppenweise ziehen die Chläuse von Haus zu Haus, voran der «Vorrolli», in der Mitte schön hintereinander die «Schelli» und am Schluss der «Noerolli» (Nachrolli). Vor einem Haus stellen sie sich in einem Kreis auf, schellen und rollen, beruhigen sich dann und stimmen ein Zäuerli an. Das wiederholt sich üblicherweise dreimal. Dann wünschen die Chläuse dem Hausherrn und seiner Familie mit kräftigem Händedruck ein gutes neues Jahr, erhalten ein Geldgeschenk und ziehen in der gleichen Reihenfolge, wie sie gekommen sind, zum nächsten Haus.
Das Chlausen ist eine körperlich sehr anstrengende Sache. Der «Schelli» mit den grössten Schellen in einem schönen «Schuppel» trägt gut und gerne zwischen zwanzig und dreissig Kilo mit sich herum.
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Das bedeutet, dass ein Chlausschuppel mehrere Pausen zur Erholung einschalten muss, denn der Silvestertag ist lang, vor allem dann, wenn am Abend in einer Wirtschaft noch «schlussgchlaused» wird - oft bis in die Morgenstunden des Neujahrstages. Der alte Silvester verläuft etwa gleich. In der Regel wird aber auf das Frühchlausen verzichtet, dafür ziehen die Chläuse am Abend von einer Wirtschaft zur anderen und zeigen sich den vielen Besuchern und Bewunderern aus nah und fern.
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"Schö-wüeschte Schuppel" (Wald- oder Naturchläuse)