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2004/05 Gädele ond Bäbele

alte Spielsachen und Spiele

Unser Museum besitzt eine grosse Sammlung alter Spielsachen, die es als Geschenk bekommen oder nach der Auflösung von Haushalten erworben hat. Diese zum Teil recht seltenen Kostbarkeiten waren im Jahre 2004/2005 in einer thematischen Ausstellung zu sehen.
Im ersten Stock waren bäuerliches Spielzeug und Puppenstuben ausgestellt. Bäuerlicher Herkunft sind vor allem die «Gädeli». Das ist ein einheimisches Wort für einen kleinen Stall. «Gädele» war früher einer der Ausdrücke, mit denen in unserer Gegend die Be- schäftigung mit dem Spielzeugstall und den dazu- gehörigen Tieren bezeichnet wurde. Der Ausdruck «Bääbele», das Spielen mit Puppen, ist ein im Schweizerdeutschen Sprachraum weit verbreiteter Begriff. In unserer Ausstellung befand sich dieser eher den Mädchen gewidmete Teil direkt neben einer Sammlung von Puppenstuben, den Verkäuferladen und dem Kochherd. Die «Baabestobe» wie auch die «Chäuferliläde» sind kleine Wunderwerke hand- werklicher Kunst. Einige davon sind wie auch die meisten «Gädeli» von Vätern, Grossvätern oder vom Götti, dem Paten hergestellt worden.
Archiv
Die reichhaltigsten Miniaturstuben waren oft Erbstücke aus dem Familienbesitz. Sie geben einen Einblick in das Leben, Wohnen und Arbeiten früherer Generationen, als noch im Kolonialwarengeschäft eingekauft und Zucker und Reis von Hand abgewogen wurde. Militärisches Spielzeug ist mit einem einzigen Beispiel vertreten: In einer Vitrine befindet sich eine Burg mit Zinnsoldaten und einer Kanone.
Im zweiten Stock waren Würfel-, Brett- und Geschicklichkeitsspiele aller Art zu sehen. Ganz besonders beachtenswert sind verschiedene Baukästen mit Klötzen und Bauelementen aus Holz und echten Steinen.
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