Zu Beginn der Sommerzeit ziehen die Sennen mit ihrem Vieh in traditionell gegliedertem Zug auf die Alpen. Ein Geissbub geht voran. Ihm folgen die hübschen weissen Appenzeller Ziegen, getrieben von einem Mädchen in der Tracht.
Der Senn in seiner wunderschönen Tracht mit den gelben Lederhosen geht mit dem an die Schulter gehängten Fahreimer (reich geschnitzter hölzerner Melkeimer mit einem gemalten Bödeli) den drei Schellenkühen voran. In einer Reihe nebeneinander marschieren dann 4 Männer (drei in der Sonntagstracht mit braunen Hosen und der Zusenn in Volltracht d.h. wie der Senn in gelben Hosen).
Von Zeit zu Zeit stimmen sie ein Zäuerli (Jodel ohne Worte) an, sind aber als Gehilfen sofort zur Stelle, wenn einige übermütige Tiere aus dem Zug auszu-brechen versuchen. Hinter der Viehhabe geht der Bauer, der Besitzer des Senntums mit seinem unermüdlichen vierbeinigen Gehilfen dem Bläss. Ge-legentlich folgt diesen beiden ein weiterer Helfer, welcher den Stier am Nasenring führt.
Den Schluss des Zuges bildet der Fuhrmann mit der Ledi. Das heisst, er führt mit Pferd und Wagen all das Geschirr und Werkzeug, das der Senn zur Verarbeitung der Milch braucht.





