Home Druckansicht Sitemap Kontakt Impressum
random6.JPG

Das Silvesterchlausen

Das Silvesterchlausen ist im ausserrhodischen Hinterland, also in den Gemeinden Urnäsch, Herisau, Hundwil, Stein, Waldstatt, Schwellbrunn und Schönengrund, der eindrücklichste Winterbrauch. Seit einigen Jahren gibt es auch wieder Chläuse im Mittelland, vor allem in Teufen, und zur Zeit sieht es danach aus, als ob der alte Brauch ehemals verlorenen Boden wieder zurückgewinnen könnte.
Heute unterscheidet man mehr oder weniger deutlich drei Arten von Chläusen: die «wüeschte», die «schöne» und die Wald- oder Naturchläuse. Sie treten alle fast ausschliesslich in Gruppen auf, «Schuppel» nennt sie der Einheimische. Die einen tragen eine oder zwei Schellen und stellen «Mannevölcher» dar. Man nennt sie noch häufiger nach ihrem Instrument «Schelli» oder Schellenchlaus. Die anderen sind die «Rollewiiber» oder «Rolli», mit einem Rollenträger um den Oberkörper. Obwohl die Rollenweiber eindeutig weibliche Kleidung tragen, versteckt sich unter der Maskerade ein Bursche. Das Chlausen ist ein ausgesprochener Männerbrauch, nur bei den «Goofeschüppeli» machen hie und da auch Mädchen mit.
"Wüeschte Schuppel"
"Wüeschte Schuppel"
"Schöni Chläus"
"Schöni Chläus"