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Viehschau

In Appenzell Ausserrhoden werden die Viehschauen jeweils September/Oktober gemeindeweise abgehalten.
Einzelne Bauern fahren zur Freude der zahlreichen Zuschauer, die den Strassen entlang stehen, sennisch zur Schau, das heisst, mit allem Drum und Dran einer Alpfahrt. Andere aber treiben ihre gestriegelten und geputzten Tiere mit weniger Aufwand auf den Schauplatz. Dort betreten alle das Gelände unter einem hölzernen Triumphbogen hindurch, der mit Tannen- reisig, Papierblumen und Bändern, mit Sennengeschirr und recht oft mit einem Willkommspruch auf einer bekränzten Tafel dekoriert ist.
Das Vieh wird an langen Latten nach vorgegebenen Kategorien angebunden. Das Preisgericht, bestehend aus erfahrenen Landwirten, beginnt nun seine Arbeit. Es beurteilt die Tiere nach Schönheit und Leistung und stellt sie in der richtigen Rangfolge auf. Das Stellen der Tiere kann bis in den Nachmittag hinein dauern, denn vor allem bei den besten Zuchtkühen sind die Differenzen gering, und entsprechend schwierig ist die Arbeit der Preisrichter.
Die schönsten Tiere erhalten einen Papierblumen- kranz, der um die Hörner gebunden wird. Am Abend, nachdem die Tiere wieder zu Hause im Stall stehen, treffen sich die Bauern mit ihren Angehörigen im Saal einer Wirtschaft zur Schaukritik und der Preis- verteilung. Anschliessend entwickelt sich ein boden-ständiges Fest mit Singen, Zauren und Tanz.
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